
Die von Bundesgesundheitsministerin Warken eingesetzte Expertenkommission präsentiert ihre Empfehlungen morgen. Der GKV droht im laufenden Jahr ein Defizit von mehr als zehn Milliarden Euro, bis 2027 könnte es auf zwölf Milliarden steigen.
Arbeitgeber-Präsident Dulger forderte ein Ausgabenmoratorium und sprach sich dafür aus, dass der Bund höhere Beiträge für Bürgergeldempfänger übernimmt – derzeit entstehe daraus ein jährliches Defizit von rund zehn Milliarden Euro, das die Beitragszahler ausgleichen müssten.
Der Sozialverband VdK lehnte Leistungskürzungen, eine Praxisgebühr und die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung ab – solche Schritte träfen vor allem chronisch Kranke und einkommensschwache Menschen.
Die Stiftung Patientenschutz sieht die Ursache für steigende Kosten in einem Vergütungssystem, das vor allem Arzt-Patienten-Kontakte honoriere, nicht aber Behandlungserfolge.
Diese Nachricht wurde am 29.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
