
In New York wird Schmidt über den jüngsten Bericht seines Büros in Sarajevo informieren. Medienberichten zufolge will der Deutsche das höchste Gremium der UNO dabei eindringlich vor einem drohenden Zerfall Bosnien-Herzegowinas warnen, insbesondere mit Blick auf die Abspaltungsbestrebungen der serbischen Teilrepublik.
Am Sonntag war bekannt geworden, dass Schmidt sein Amt als Hoher Repräsentant niederlegen, seine Funktion aber noch ausüben will, bis ein Nachfolger gefunden ist. Vorausgegangen waren laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" monatelange Forderungen der USA, Schmidt abzusetzen.
Das Amt des Hohen Repräsentanten gibt es seit Ende des Krieges in Bosnien im Jahr 1995. Dieser soll im Auftrag der internationalen Staatengemeinschaft die Einhaltung des Friedensvertrages von Dayton überwachen.
Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
