Bündnis Zukunft Presse
Hongkonger Verleger Jimmy Lai erhält Preis für Pressefreiheit

Der inhaftierte Hongkonger Verleger Jimmy Lai erhält in diesem Jahr den "Pressefreiheitspreis" des Medienverbands der freien Presse (MVFP) und des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV). Lai werde für seinen Kampf für Demokratie und Pressefreiheit in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong ausgezeichnet, hieß in einer Mitteilung der Verbände.

    Ein Porträtfoto von Jimmy Lai
    Jimmy Lai (Archivbild). (AP / Vincent Yu)
    Der 78-Jährige war in der chinesischen Sonderverwaltungsregion zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Im Dezember wurde der Medienmogul wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen worden. Lai, der auch einen britischen Pass besitzt, gilt als eine der bekanntesten Stimmen der prodemokratischen Bewegung Hongkongs.
    Ausgezeichnet werden zudem die langjährige Österreich-Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung", Cathrin Kahlweit, für ihre Osteuropa-Berichterstattung sowie der Krisen- und Konfliktjournalist der Funke Mediengruppe, Jan Jessen, aus. Die Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung findet am 6. Mai in der Woche der Pressefreiheit in Berlin statt. Für die Veranstaltung hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) die Schirmherrschaft übernommen.
    Der Medienverband Freie Presse hatte den Pressefreiheitspreis 2015 nach dem islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" initiiert. Mit Gründung des Bündnisses Zukunft Presse ist ab diesem Jahr der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger Mitausrichter. Die Verbände würdigen herausragende Journalistinnen und Journalisten sowie Organisationen, die unter schwierigen Bedingungen für Pressefreiheit, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Informationen stehen.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.