Fußball-Bundesliga
Hopp nach Betriebsprüfung bei Hoffenheim: "Keine rechtlichen Schritte"

Eine Überprüfung der Kommunikations- und Entscheidungsprozesse bei der TSG Hoffenheim hatte für Aufsehen gesorgt. Mäzen Dietmar Hopp indes sieht die Lage nun befriedet.

    Dietmar Hopp steht auf einer Tribüne und trägt einen Schal seine Vereins Hoffenheim.
    Der Mäzen der TSG Hoffenheim, Dietmar Hop (imago images / ActionPictures)
    Der Gesellschafter äußerte sich nach der externen Betriebsprüfung bei seinem Verein: Es habe sich gezeigt, dass keine rechtlichen Schritte notwendig seien. "Wir können uns vollständig und mit großer Vorfreude auf eine erfolgreiche Rückrunde und auf den operativen Spielbetrieb konzentrieren", sagte der 85 Jahre alte Milliardär in einer Clubmitteilung des Fußball-Bundesligisten. Die Überprüfung der Kommunikations- und Entscheidungsprozesse bei der Spielbetriebs-GmbH der TSG habe sein eigenes Vertrauen und das der Fans und der Öffentlichkeit in die sportliche und wirtschaftliche Tätigkeit der operativen Gesellschaft bestätigt, meinte Hopp weiter. Die Ergebnisse würden die TSG "insgesamt sportlich und wirtschaftlich stärken". 

    Zwei Geschäftsführer fort

    Die Betriebsprüfung stand in den vergangenen Monaten ebenso wie die Auseinandersetzung mit dem lange in Hoffenheim einflussreichen Spielerberater Roger Wittmann im Mittelpunkt eines Machtkampfs bei den Kraichgauern. In deren Folge hatten Markus Schütz (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Frank Briel (Geschäftsführer Finanzen) gehen müssen. Das Duo galt als Triebfeder des in Teilen vom Landgericht Heidelberg aufgehobenen Hausverbots gegen Wittmann, der ein enger Vertrauter von Hopp ist. Das Hausverbot hatte die Vereinsführung deshalb entzweit. Von der ursprünglichen Geschäftsführung sind nun nur noch Andreas Schicker (Sport) und Tim Jost (Marketing) übrig. 

    Neuwahlen im März

    Zudem war Präsident Jörg Albrecht aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Die Vizepräsidenten Christoph Henssler, ehemals aktives Mitglied der TSG-Fanszene, und Frank Engelhardt vertreten die TSG interimsmäßig als Mehrheitsgesellschafter des Bundesligisten. Bei der Mitgliederversammlung am 9. März stehen Neuwahlen an. Hopp hatte seinen Club auch in jüngster Vergangenheit finanziell unterstützt. Der einstige SAP-Mitbegründer hält als Gesellschafter an der Profi-Abteilung inzwischen nur noch 49 Prozent, die restlichen 51 Prozent liegen beim Verein.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.