
Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion sagte im Deutschlandfunk, ihre Partei mache zwar Druck auf das zuständige, CDU-geführte Familienministerium. Die Union sei allerdings "nicht erpicht darauf", die Richtlinie umzusetzen. Die Kritik aus Unternehmen, die Einführung erfordere zu viel Bürokratie, wies Hostert zurück. Die Umsetzung sei nicht besonders aufwändig. Man dürfe sich jetzt nicht hinter Bürokratieargumenten verstecken.
Das Ziel der Entgelttransparenz-Richtlinie ist es, durch verpflichtende Angaben Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern zu verringern und so für mehr Fairness auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. Deutschland muss die Vorgabe bis morgen in nationales Recht umsetzen. Bislang liegt kein Entwurf des Familienministeriums vor. Der Bundesregierung drohen Strafzahlungen wegen Untätigkeit.
Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



