Befragung des CHE
"Hotel Mama" bleibt beliebt: Jeder vierte Studierende lebt im Elternhaus

Der Anteil der Studierenden in Deutschland, die weiterhin bei den Eltern leben, bleibt unverändert hoch. Laut einer Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ist er im Vergleich zu 2023 nur um 0,5 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei knapp 28 Prozent.

    Studentinnen und Studenten sitzen während einer Vorlesung in einem Hörsaal in Münster.
    Studentinnen und Studenten in Deutschland leben häufig noch zu Hause bei den Eltern (Symbolbild). (dpa / Rolf Vennenbernd)
    Männer ziehen demnach für das Studium seltener von zu Hause aus als Frauen. Im regionalen Vergleich zeigte sich außerdem, dass das Elternhaus in westdeutschen Bundesländern häufiger genutzt wird als in Ostdeutschland. Als Spitzenreiter machte das CHE das Saarland (rund 43 Prozent) aus.
    Weitere knapp 28 Prozent der Studierenden leben demnach in einer privaten Mietwohnung und rund 25 Prozent in einer Wohngemeinschaft, nur etwa 15 Prozent in Studierendenwohnheimen.
    Ein weiteres Ergebnis: Knapp zwei Drittel aller Studierenden leben direkt am Hochschulstandort. Gut 30 Prozent wohnen im Radius von unter 50 Kilometern und pendeln zur Uni.
    Für die Analyse wurden Angaben im Zeitraum rund 87.000 Studierenden ab dem dritten Semester befragt.
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.