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Hubertus Knabe: Stasi-Unterlagen müssen zugänglich werden

Der Leiter der Berliner Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat eine Freigabe aller Akten der Staatssicherheit in der früheren DDR gefordert. "Ich meine, wichtig ist vor allem, dass die Unterlagen zugänglich werden, das ist insbesondere in den West-Akten bis heute nicht der Fall", sagte Knabe.

    Hier gehe es auch um die Glaubwürdigkeit des deutschen Parlamentes: "Wenn hier der Nachweis geliefert werden sollte, dass hier die Staatssicherheit über Jahrzehnte hinweg in Fraktionsstärke im Bundestag saß, dann gehört das auf den Tisch und dann muss man auch die Öffentlichkeit darüber unterrichten."
    Gleichzeitig forderte Knabe eine Debatte über die Zukunft und eine Neuordnung der Birthler-Behörde. Man müsse darüber nachdenken, wie die Arbeit der Behörde weitergeführt werden solle, erklärte Knabe. "Das hängt auch damit zusammen, dass durch den Zeitverlauf die Frage allmählich lauter wird, wann die Unterlagen in das Bundesarchiv, dort wo alle anderen DDR-Akten liegen, überführt werden sollen", sagte Knabe weiter.