Justiz
Hubig will den Schutz von Kindern in Prozessen verbessern

Zeugen im Kindesalter sollen nach Ansicht von Bundesjustizministerin Hubig künftig besser geschützt werden.

    Stefanie Hubig (SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, spricht während der Vorstellung eines kindgerechten Vernehmungszimmers am Potsdamer Amtsgericht.
    Vorstellung eines kindgerechten Vernehmungszimmers (Soeren Stache/dpa)
    Die SPD-Politikerin sagte in Potsdam, Vernehmungen in Prozessen bedeuteten für die Kinder häufig eine enorme Belastung. In ihrem früheren Beruf als Richterin habe sie miterlebt, mit welcher absoluten Hilflosigkeit Mädchen und Jungen dieser Situation ausgesetzt worden seien.
    Die Ministerin äußerte sich bei einem Besuch eines kindgerechten Vernehmungszimmers im Amtsgericht Potsdam, das seit 2024 erprobt wird. Dort werden die Mädchen und Jungen in Begleitung einer Vertrauensperson verhört, ihre Aussagen werden aufgenommen. Die Aufzeichnungen werden dann in den Hauptverhandlungen als Beweismittel gezeigt. So soll sichergestellt werden, dass das Kind nicht dem Beschuldigten begegnet und auch nicht der Vernehmungssituation vor dem Richter ausgesetzt ist.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.