
Die regelbasierte Weltordnung befinde sich in einer "existenziellen Krise", die es so noch nicht gegeben habe, sagte der Deutschland-Direktor der Organisation, Frisch, in Berlin. Menschenrechtsorientierte Demokratien sollten daher eine strategische Allianz bilden, um die regelbasierte Ordnung zu bewahren. Andernfalls würde Deutschland zu den großen Verlierern zählen. Die Bundesrepublik müsse jetzt vorangehen, erklärte Frisch, denn an Menschenrechten zu sparen, sei viel zu teuer.
Dafür müssten jedoch Menschenrechte im eigenen Land gelebt werden, sagte Frisch. Er warnte daher vor einem Diskurs in Deutschland, der Werte wie Menschenrechte verächtlich mache. Als Beispiel dafür nannte er den Umgang mit dem Thema Migration. Auch habe Deutschland durch eine fast bedingungslose Unterstützung von Israels Krieg in Gaza moralischen Kredit in der Welt verspielt.
Der 36. Jahresbericht von Human Rights Watch beleuchtet die Menschenrechtssituation in rund 100 Ländern.
Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
