Nordostafrika
Human Rights Watch wirft der Armee im Sudan Menschenrechtsverletzungen vor

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der sudanesischen Armee Folter und Misshandlung von Zivilisten vor.

    Dutzende sudanesische Flüchtlinge stehen auf sandigem Boden vor einem LKW, um aufzusteigen.
    Seit Beginn des Bürgerkrieg im Sudan im April 2023 mussten bisher mehr als 12 Millionen Menschen fliehen (Archivbild). (IMAGO / Joerg Boethling)
    In einem Bericht heißt es, betroffen seien vor allem Menschen, die in bisher von der RSF-Miliz kontrollierten Gebieten lebten. Ihnen werde vorgeworfen, mit der Miliz zu kollaborieren. Es gebe willkürliche Übergriffe und eine Kampagne der Angst und Vergeltung durch die Armee, berichtet Human Rights Watch.
    Die Armee und die paramilitärische RSF-Miliz kämpfen seit drei Jahren um die Vorherrschaft im Sudan. Auch der Miliz werden Menschenrechtsverletzungen in besetzten Gebieten vorgeworfen. Nach Einschätzung des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR herrscht in dem nordostafrikanischen Land die schlimmste humanitäre Krise weltweit.
    Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.