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Mittelmeer
"Humanity 1" rettet 60 Flüchtlinge - Italien setzt drei Rettungsschiffe in Häfen fest

Die Besatzung der "Humanity 1" hat rund 60 in Seenot geratene Migranten im Mittelmeer gerettet.

    Das Rettungsschiff "Sea-Eye 4" im Hafen von Salerno
    Das Rettungsschiff "Sea-Eye 4" (picture alliance / Pacific Press / Pasquale Senatore)
    Wie die deutsche Hilfsorganisation SOS Humanity mitteilte, fand der Einsatz in maltesischen Gewässern statt. Die zuständigen Behörden hätten trotz der Meldung des Seenotfalls nicht reagiert. Italien wies dem Schiff nun den mehr als 1.000 Kilometer entfernten Hafen von Livorno zu.
    Drei weitere Rettungsschiffe setzten die italienischen Behörden fest. Sie dürfen ihre Häfen 20 Tage lang nicht verlassen. Außerdem seien Geldbußen verhängt worden. Grundlage ist ein Gesetz zur privaten Seenotrettung. Demnach müssen zivile Schiffe nach jeder Rettungsaktion einen von den Behörden zugewiesenen Hafen anlaufen.
    Seit Jahresbeginn sind laut dem Innenministerium in Rom mehr als 105.000 Migranten über das Meer nach Italien geommen.
    Diese Nachricht wurde am 23.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.