
Wenn in einer außerordentlichen Sitzung über die Zukunft der Festivalleitung entschieden werde, stehe mehr auf dem Spiel als eine Personalfrage, heißt es in dem Brief. Es gehe um den Umgang mit künstlerischer Freiheit und institutioneller Unabhängigkeit. Die Deutsche Filmakademie warnte in einer Stellungnahme, man sei erschrocken über den Versuch "der politischen Einflussnahme in Bezug auf die Leitung eines der bedeutendsten Filmfestivals der Welt". Weiter hieß es: "Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, die Unabhängigkeit der Berlinale zu garantieren und die Debatte mit Augenmaß zu führen".
Sondersitzung des Aufsichtsrates der Berlinale-Trägergesellschaft
Nach kontroversen Auftritten auf der Berlinale hatte Kulturstaatsminister Weimer für heute eine Aufsichtsratssitzung der Berlinale-Trägergesellschaft anberaumt. Nach Informationen des Deutschlandfunk-Hauptstadtstudios sollte es eigentlich auf eine vorzeitige Beendigung der Tätigkeit von Leiterin Tuttle hinaus laufen. Außerdem sollte über eine generelle Reform des Festivals gesprochen werden.
Deutscher Kulturrat warnt vor Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit
Der Deutsche Kulturrat warnte vor einer Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit durch neue Fördervorgaben des Bundes. Der Geschäftsführer des Kulturrates, Zimmermann, forderte Kulturstaatsminister Weimer auf, als Aufsichtsratsvorsitzender die Unabhängigkeit der Berlinale vor staatlichen Eingriffen zu sichern.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
