
Dem Aufruf von Oppositionsführer Magyar folgten Schätzungen von Nachrichtenagenturen zufolge mehr als 100.000 Menschen. Er rief dazu auf, bei der Parlamentswahl am 12. April die bisherige rechtsnationalistische Regierung abzuwählen. Seine Partei führt derzeit in Umfragen.
An einer Kundgebung der EU-kritischen Regierungspartei Fidesz nahmen ebenfalls Zehntausende Menschen teil. Ministerpräsident Orban bezeichnete seinen Herausforderer Magyar in einer Rede als Marionette Brüssels und der Ukraine. Nur er selbst sei in der Lage, Ungarn aus einem Krieg herauszuhalten.
Orban ist seit 16 Jahren in Ungarn an der Macht. In dieser Zeit hat er nach Ansicht von Kritikern die Demokratie im Land ausgehöhlt, Medien und Justiz weitgehend unter seine Kontrolle gebracht und ein korruptes System der Klientelwirtschaft etabliert.
Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
