Gerichtsurteil
Hunderttausende Kläger verlieren Prozess um Reklame auf Amazon Prime

Die Verbraucherzentrale Sachsen und mehr als 300.000 Kläger haben einen Prozess um Werbespots beim Streamingdienst "Amazon Prime Video" verloren.

    Das Logo besteht aus einem blauen Viereck mit runden Ecken und dem weißen Schriftzug mit dem stilisierten lächelnden Mund.
    Das Logo von Prime Video. (Silas Stein/dpa)
    Das Bayerische Oberste Landesgericht wies die Sammelklage ab. Amazon habe in den Vertragsbestimmungen Werbefreiheit weder versprochen, noch sei der Streamingdienst entsprechend vermarktet worden.
    Der kostenpflichtige Streaming-Dienst "Prime Video" war ursprünglich weitestgehend werbefrei. Vor zwei Jahren kündigte Amazon seinen Nutzern per E-Mail an, dass ab sofort begrenzt Werbung geschaltet werde. Wer das nicht wollte, sollte zusätzlich 2,99 Euro im Monat zahlen. Laut dem Urteil hat Amazon die Verbraucher damit nicht in die Irre geführt.
    Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.