Sudan
Hunderttausende Zivilisten in Stadt Al-Faschir eingeschlossen - Gewalt und Hunger ausgesetzt

In der sudanesischen Stadt Al-Faschir sind nach UNO-Angaben hunderttausende Zivilisten eingeschlossen.

    Auf der Ladefläche eines Lastwagen drängen sich zahlreiche Menschen.
    Vor dem Bürgerkrieg im Sudan sind viele Menschen auf der Flucht. (picture alliance / dpa / Eva-Maria Krafczyk)
    In der Stadt in der Provinz Darfur gibt es heftige Kämpfe, die Menschen können nicht fliehen und haben keinen Zugang zu Nahrungsmitteln oder gesundheitlicher Versorgung, wie das Nothilfebüro der Vereinten Nationen mitteilte. Die Berichte über massiven Beschuss der Stadt und über Kämpfe am Boden seien sehr alarmierend, hieß es.
    Die Stadt gilt als letzte von Regierungstruppen gehaltene Großstadt in Darfur. Die paramilitärische RSF-Miliz hat Al-Faschir inzwischen nach eigenen Angaben eingenommen.
    Eine Untersuchungskommission der UNO hatte im vergangenen Monat erklärt, die RSF habe bei der Belagerung zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Auch der Armee werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.