Atomprogramm
IAEA fordert Zugang zu iranischen Atomanlagen - keine belastbaren Informationen über Urananreicherung möglich

Die Internationale Atomenergiebehörde hat den Iran aufgefordert, unverzüglich wieder Inspektionen in allen Nuklearanlagen zuzulassen.

    Vor dem Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien weht eine blaue Flagge mit dem IAEA-Logo.
    Die IAEA hat seit Monaten keinen Zugang zu den iranischen Atomanlagen. (dpa/ROLAND SCHLAGER)
    Mehrere Nachrichtenagenturen zitieren aus einem Bericht der IAEA an deren Mitgliedsstaaten. Demnach haben die Inspektoren der Behörde seit den Luftangriffen der USA und Israels im Juni keinen Zugang mehr zu den Anlagen. Man wisse weder, in welchem Zustand diese seien noch was genau mit den Uranbeständen geschehen sei. Weiter hieß es, ein Teil des hochangereicherten Urans sei in der unterirdischen Anlage von Isfahan gelagert worden.
    Die USA und der Iran hatten zuletzt über ein mögliches neues Atomabkommen verhandelt. US-Präsident Trump hat dem iranischen Regime mehrfach mit Angriffen gedroht und Kriegsschiffe in der Region zusammengezogen. Großbritannien zog heute seine Botschaftsmitarbeiter aus Teheran ab. Die USA reduzierten ihr Botschaftspersonal in Israel erheblich und empfahlen den Betroffenen, noch heute auszureisen. Das Auswärtige Amt rät seit heute "dringend" von Reisen nach Israel ab.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.