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StartseiteQuerköpfeIntegrationsalbtraum Nr. 101.04.2020

Idil Baydars “ghettolektuelles Kabarett” Integrationsalbtraum Nr. 1

Bei ihren Auftritten bezeichnet sich Jilet Ayse, eine Kunstfigur der Schauspielerin und Kabarettistin Idil Baydar, gerne als Deutschlands Integrationsalbtraum Nummer Eins. Privat ist sie eine engagierte Aktivistin gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland.

Von Regina Kusch

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Das Bild zeigt die Kabarettistin Idil Baydar auf einer Demonstration in Köln. (imago images / Future Image / Christoph Hardt)
Die Kabarettistin Idil Baydar auf einer Demonstration in Köln. (imago images / Future Image / Christoph Hardt)
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Idil Baydar

Jilet Ayse

Auch in ihrer Rolle als leicht prollige Kreuzberg-Türkin im Joggingoutfit, mit toupiertem Haar und großen Ohrringen, philosophiert Idil Baydar über Grundgesetz, Diskriminierung von Migranten und den Rassismus der Deutschen.

Jilet Ayse, die YouTube-Comedienne

2011 begann sie unter dem Namen Jilet Ayse als YouTube-Comedienne, mit ihrer wütend-nachdenklichen Satire zum Thema Integration aus der Perspektive von Minderheiten. In Bühnenprogrammen wie "Deutschland, wir müssen reden!" und "Ghettolektuell" muss sich ihr Publikum fragen lassen, warum sie nicht als richtige Deutsche gilt, obwohl sie hier geboren ist, und weshalb manche Leute sie als vermeintliche Türkin in ihre angebliche Heimat zurückschicken wollen.

Forderung nach friedlicher Diskussion

Trotz Morddrohungen und Hassnachrichten von Rechtsextremen fordert Idil Baydar weiterhin in Facebook-Debatten, Talkshows, ihrem eigenen Podcast und bei öffentlichen Reden, wie bei der Gedenkfeier für die Opfer von Mölln, eine friedliche Diskussion über Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. 

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