Wohnungsmangel
IG Bau warnt vor "Wohnarmut", Bauindustrie beklagt fehlende Wirtschaftlichkeit

Die Gewerkschaft IG BAU warnt vor einer "massiven Wohnarmut" von Rentnern.

    Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU, spricht beim 23. ordentlichen Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.
    Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU (picture alliance / dpa / Swen Pförtner)
    Rund 5,1 Millionen "Baby-Boomer" würden weniger als 800 Euro pro Monat aus der gesetzlichen Rente bekommen, sagte IG-BAU-Chef Feiger der Rheinischen Post. Das seien rund 40 Prozent der geburtenstarken Jahrgänge, die ab diesem Jahr bis 2036 in Rente gehen werden. Spätestens die Miete dränge einen Großteil von ihnen dann in die Wohnarmut, sagte Feiger. Der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands HDB, Müller, erklärte im Deutschlandfunk, viele Wohnungsbauprojekte seien derzeit nicht wirtschaftlich. Zwar würden Baugenehmigungen mittlerweile schneller erteilt, doch es brauche einen zweiten Bauturbo, der die Kostenfrage löse. Müller brachte Sonderabschreibungen, Veränderungen bei der Grunderwerbssteuer und mehr Förderungen der staatlichen Förderbank KfW ins Gespräch.
    In Berlin kommen heute zum Tag der Bauindustrie Vertreter aus Politik und der Branche zusammen.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.