Wohnungsmangel
IG Bau warnt vor "Wohnarmut", Bauindustrie beklagt fehlende Wirtschaftlichkeit

Die Gewerkschaft IG BAU warnt vor einer "massiven Wohnarmut" von Rentnern.

    Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU, spricht beim 23. ordentlichen Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.
    Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU (picture alliance / dpa / Swen Pförtner)
    Rund fünf Millionen Menschen, die in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand gingen, würden weniger als 800 Euro pro Monat aus der gesetzlichen Rente bekommen, sagte IG-BAU-Chef Feiger der "Rheinischen Post". Nach Abzug der Wohnkosten hätten sie kaum noch genügend Geld zum Leben. Die Miete dränge einen Großteil von ihnen dann in die Wohnarmut. Feiger berief sich auf Berechnungen des Pestel-Instituts in Hannover.
    Der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands HDB, Müller, erklärte im Deutschlandfunk, viele Wohnungsbauprojekte seien derzeit nicht wirtschaftlich. Er brachte Sonderabschreibungen, Veränderungen bei der Grunderwerbssteuer und mehr Förderungen der staatlichen Förderbank KfW ins Gespräch. In Berlin kommen heute zum Tag der Bauindustrie Vertreter aus Politik und der Branche zusammen.

    Weiterführende Informationen

    Wohnungsmarkt: Was gegen steigende Mieten helfen könnte (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.