Donnerstag, 22. Februar 2024

Frankfurt am Main
IG-Metall-Chefin fordert mehr Staatshilfe für grüne Wirtschaft

Die neue IG-Metall-Chefin Benner hat mehr staatlichen Einsatz zum klimafreundlichen Umbau der Industrie gefordert.

24.10.2023
    Hessen, Frankfurt/Main: Christiane Benner, bisherige Zweite Vorsitzende, und Jörg Hofmann, scheidender Erster Vorsitzender der IG Metall, sitzen auf dem Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft auf dem Messegelände nebeneinander.
    IG-Metall-Chefin fordert mehr Staatshilfe für grüne Wirtschaft (Arne Dedert/dpa)
    Gebraucht werde ein aktiver Staat, der in die Zukunft investiere, sagte Benner in ihrer Grundsatzrede nach ihrer Wahl zur Ersten Vorsitzenden auf dem Gewerkschaftstag in Frankfurt am Main. Der Markt alleine könne es nicht richten. Subventionen sollten zum Beispiel in niedrige Strompreise für energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie fließen, damit diese den Umbau stemmen könnten. Der Bundesregierung warf sie zudem vor, Kaufprämien für Elektroautos zu früh zu kürzen und beim Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für die Fahrzeuge zu trödeln. Benner warnte vor einer schleichenden Deindustrialisierung Deutschlands. Es sei das vordringliche Ziel der IG-Metall, diese zu stoppen. Bundeskanzler Scholz versprach in seiner Rede eine gute Lösung für energieintensive Unternehmen, die mit hohen Kosten zu kämpfen hätten und kündigte eine Kombination mehrerer Einzelmaßnahmen an.
    Diese Nachricht wurde am 24.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.