
Wenders sei als Filmemacher absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos, erklärte der Präsident der Deutschen Filmakademie und Vorsitzende der Ehrenpreis-Jury, Florian Gallenberger. Wenders habe Spiel- und Dokumentarfilme gedreht, die "großartigsten Soundtracks aller Zeiten entstehen lassen", so gut wie jedes Festival gewonnen und mit den größten Stars gearbeitet, schrieb Gallenberger, der selbst Regisseur ist.
Zuletzt war Wenders auch Jurypräsident der Berlinale. Bei den Internationalen Filmfestspielen hatte es in diesem Jahr Debatten gegeben, inwiefern sich Filmschaffende politisch positionieren müssen, zum Beispiel zum Nahostkonflikt. Diskutiert wurde auch über eine Aussage von Wenders, der gesagt hatte, dass Filmschaffende ein Gegenwicht zur aktiven Politik seien.
Die Deutsche Filmakademie verleiht den Deutschen Filmpreis Ende Mai in Berlin. Ähnlich wie bei den Oscars in den USA stimmen die Akademiemitglieder darüber ab, welcher Film die Goldene Lola bekommen soll. Die Nominierungen werden am nächsten Dienstag bekanntgegeben.
Wenders hat zahlreiche internationale Preise gewonnen. Unter anderem bekam er 1984 in Cannes die Goldene Palme für "Paris, Texas". "Der Stand der Dinge" wurde 1982 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und die Berlinale verlieh ihm 2015 den Ehrenbären für sein Lebenswerk.
Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
