
Bei der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam bezeichnete der Verhandlungsführer der Länder, Hamburgs Finanzsenator Dressel, die Forderungen der Gewerkschaften als völlig überzogen. Verdi-Chef Werneke hingegen nannte Reallohnsteigerungen notwendig. Der Chef des Beamtenbunds dbb, Geyer, sagte, bei weiterer Uneinsichtigkeit der Ländervertreter würden die Gewerkschaften ihre Aktionen in den nächsten Wochen massiv ausweiten müssen. Von neuen Warnstreiks könnten verstärkt Universitätskliniken, in den Stadtstaaten Kitas, aber auch Straßendienste betroffen sein.
Verdi und der Beamtenbund fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Die Länder lehnen das als unbezahlbar ab. Sie haben bisher noch kein Angebot vorgelegt.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
