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Immer mehr finden den Weg an die eidgenössische Kaderschmiede

    Als eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas in Wissenschaft und Praxis international anerkannt zu sein, das ist das selbstgesteckte große Ziel der Universität St. Gallen. Schon jetzt genießt die Hochschule, der neue Arbeitgeber des Gründungsrektor der Uni Erfurt, Peter Glotz, einen ausgezeichneten Ruf als Kaderschmiede vor allem für Wirtschaftswissenschaftler. Mit Bachelor und Masterabschlüssen will man ab Herbst 2001 ein vollkommen neu geordnetes Studium anbieten. Trotz Studiengebühren von rund 800 Franken pro Semester kommen von den rund 4500 Studierenden knapp 1000 aus Deutschland. Im Vergleich ist das Studium in St. Gallen verschulter, straffer und strenger organisiert. Jeweils im Sommer steht eine Zwischenprüfung an, die es in sich hat, so die Studentin Irina vom Plotow: "Man bereitet sich darauf drei Monate vor, acht Stunden pro Tag, das ist sehr anstrengend." Selektion schon im Grundstudium ist ein Markenzeichen der eidgenössischen Universität. Wer sich trotzdem durchbeißt und den Abschluss schafft, findet schnell Anerkennung bei Personalchefs. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtstudentenzahl in St. Gallen ist allerdings auf 25 Prozent beschränkt. Und ohne eine Arbeitsbewilligung bekommt man auch kaum einen Job, um die durch Studiengebühren ohnehin arg belastete Kasse aufzufüllen.

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    Rund ein Zehntel der Studentenschaft an der Universität St. Gallen engagieren sich in studentischen Initiativen, um in Eigenverantwortung Projekte zu planen und durchzuführen, die eine Art eigenverantwortlicher Ausbildung parallel zur universitären sind.