Mittwoch, 07. Dezember 2022

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Handys in Kinderhand

Chatten, spielen, Neuigkeiten bei Facebook & Co. abrufen und teilen: Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Oft haben schon die Kleinsten so ein Gerät in der Hand. Das Smartphone erleichtert zwar Vieles, birgt aber auch Gefahren. Eine Ausbildung zum Netpiloten kann Schlimmeres verhindern.

Moderation: Henning Hübert | 10.10.2015

    Ein Junge sitzt mit seinem Schulranzen auf einer Tischtennisplatte auf einem Spielplatz in Berlin und spielt auf einem Smartphone
    Mobbing, Datenklau, Sextäter: Die Ausbildung zu sogenannten Netpiloten sollen das Problembewusstsein Jugendlicher im Umgang mit dem Smartphone schärfen. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
    Eine Woche lang lassen sich Schüler an ihrem Bonner Gymnasium schulen – zu sogenannten Netpiloten: Die sollen später in den Klassen für einen verantwortlichen Umgang mit dem Smartphone sorgen. Alle Teilnehmer aus der Klassenstufe 9 haben so ein Handy. Per Klick sind Freunde und Neuigkeiten jederzeit verfügbar - aber auch Probleme und Peinlichkeiten.
    Illegale Seiten, nächtliches Chatten, anzügliche Bilder, mangelhafter Datenschutz – alles bekannt. Bei der Netpiloten-Ausbildung wird schnell klar: Das Problembewusstsein ist vorhanden. Genutzt werden die Smartphones trotzdem immer mehr. Die Suchtberatungsstellen haben alle Hände voll zu tun. Und die Online-Industrie überlässt Regulierungen weitgehend den oft überforderten Eltern.