Filmindustrie
Immer weniger queere Charaktere in großen US-Produktionen

In großen US-Filmen kommen immer weniger queere Charaktere vor. Das meldet Glaad, eine amerikanische NGO und Interessenvertretung für queere Menschen. Sie hat Produktionen der zehn bedeutendsten Unternehmen geprüft.

    Eine Frau hält sich eine LGBTQI+ Flagge vor das Gesicht
    In großen US-amerikanischen Filmen kommen immer weniger queere Charaktere vor, beklagt die Interessenvertretung Glaad (Symbolbild) (Pexels / Monstera Productions)
    Das Resultat: Nur 46 von 225 Filmen, die im vergangenen Jahr erschienen sind, beziehen die queere Community mit ein. Das sind rund 20 Prozent. Den Angaben nach sinkt der Anteil das dritte Jahr infolge. 2023 lag er noch bei 28,5 Prozent. Trans-Personen seien zuletzt gar nicht mehr vorgekommen, hieß es weiter.
    Als Lichtblick wertet Glaad Filme mit mittlerem Budget, darunter sind "Downton Abbey: The Grand Finale", "After the Hunt" und "I Know What You Did Last Summer".
    Horrorfilme waren der Erhebung zuufolge im vergangenen Jahr besonders inklusiv und spielten an den Kinokassen jeweils mehr als das Doppelte ihres Produktionsbudgets ein.
    Als Geschichten, in denen LGBTQ+-Charaktere nicht nur eine Nebenrolle spielten, lobte die Organisation den mit Ethan Hawke besetzten Film "Blue Moon", Nia DaCostas "Hedda" und "Sorry, Baby" von Eva Victor.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.