Pro-kurdische Demonstrationen
In mehreren deutschen Städten gehen tausende Menschen auf die Straße

Angesichts der zugespitzten Lage in Nordsyrien hat es in mehreren deutschen Städten pro-kurdische Demonstrationen gegeben.

    Polizisten beobachten eine pro-kurdische Demonstration in Dortmund. Sie stand unter dem Motto "Gegen das Töten von Unschuldigen, Zivilisten und Kindern".
    In Dortmund beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 4.000 Menschen an der Demo. (picture alliance / dpa / Alex Talash)
    Zu größeren Kundgebungen kam es in Dortmund, Frankfurt am Main, Stuttgart und Hannover. Allein in Frankfurt beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 5.000 Menschen. In Stuttgart warfen Teilnehmer Flaschen und Pyrotechnik auf Polizeibeamte; diese setzten Pfefferspray ein. Ähnliches berichtete die Polizei in Hannover. Dort sei die Demonstration nach zwei Stunden aufgelöst worden.
    Auch in der türkischen Stadt Nusaybin gab es Kundgebungen pro-kurdischer Gruppen. Die Polizei setzte nach Medienberichten Tränengas und Wasserwerfer ein, als die Demonstrierenden versuchten, über die Grenze nach Syrien zu gelangen.
    In Syrien drängt die Regierung auf die Eingliederung der kurdisch verwalteten Gebiete in die staatliche Ordnung des Landes. Nach erneuten Gefechten zwischen der Kurdenmiliz SDF und Regierungstruppen einigten sich beide Seiten erneut auf einen Waffenstillstand, der zunächst vier Tage gelten soll.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.