
Die Wallfahrt zum Geburtsort des Propheten Mohammed ist eine der sogenannten fünf Säulen des Islams. Muslime, die gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage sind, sollen einmal in ihrem Leben nach Mekka pilgern.
In diesem Jahr steht die Wallfahrt im Schatten des Irankriegs. Die US-Botschaft in Riad hat amerikanischen Muslimen wegen der unsicheren Lage geraten, nicht zu kommen. Etwa 30.000 iranische Staatsbürger haben von Saudi-Arabien ein Visum erhalten. Die Vergabe ist streng geregelt und richtet sich nach der Größe der muslimischen Bevölkerung in dem jeweiligen Land.
Neben den Spannungen in der Region erschwert das Wetter den Hadsch: Vorhergesagt sind Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius. Der Hadsch und andere Pilgerfahrten zu den heiligen Stätten im Land sind für Saudi-Arabien auch ein milliardenschweres Geschäft. Das Königreich hat in den vergangenen Jahren umgerechnet mehrere Milliarden Euro in die Infrastruktur und die Versorgung der Pilger investiert, insbesondere auch in den Hitzeschutz. Vor zwei Jahren starben bei Temperaturen von über 50 Grad mehr als 1.300 Menschen.
Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
