
Nach Angaben von Gesundheitsminister Laumann von der CDU ist das Bundesland damit das erste, das die Krankenhausplanung nicht mehr nach der Bettenzahl ausrichtet. Stattdessen würden 64 medizinische Leistungsgruppen mit einer bestimmten Menge an Fallzahlen auf die Kliniken verteilt. Das bedeutet, dass sich die Kliniken in Nordrhein-Westfalen mehr spezialisieren. Laumann räumte ein, dass das gegebenenfalls längere Wartenzeiten für Patienten bedeuten könnte, etwa bei Knie- und Hüftoperationen. Auch für Krebsbehandlungen müssen die Betroffenen künftig mitunter längere Wege auf sich nehmen. Der neue Plan wirke dem ruinösen Wettbewerb der Krankenhäuser um Fallzahlen und Personal entgegen, betonte Laumann.
Die Neuregelung tritt am 1. April 2025 in Kraft. Für bestimmte Leistungsgruppen, etwa in der Kardiologie und der Orthopädie, gibt es Übergangsfristen bis zum Jahresende.
Diese Nachricht wurde am 18.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.