Iran-Krieg
Indien kämpft mit Gasknappheit, vor allem ärmere Haushalte betroffen

In Indien gibt es infolge des Iran-Krieges einen Mangel an Gas.

    Menschen warten auf die Abholung von Flüssiggasflaschen bei einem autorisierten Händler in Ahmedabad in Indien.
    In der indischen Stadt Ahmedabad warten Menschen auf die Abholung von Flüssiggasflaschen. (Ajit Solanki / AP / dpa / Ajit Solanki)
    Seit der faktischen Blockade der Straße von Hormus durch den Iran sind Korrespondentenberichten zufolge vor allem die Preise für Flüssiggas in Indien stark gestiegen. Teilweise kam es demnach zu Panikkäufen. Besonders betroffen sind ärmere Haushalte, die meist Flüssiggas zum Kochen verwenden. Auch zahlreiche Restaurants haben ihren Betrieb eingestellt. Indien bezieht einen Großteil seiner Energieimporte aus den Golfstaaten. Kritiker werfen der Regierung vor, sich zu sehr von einer Region abhängig gemacht zu haben. Zudem seien kaum Gasvorräte angelegt worden.
    Auch in anderen Ländern in Asien sind die Preise für Gas und Benzin wegen des Iran-Krieges stark gestiegen. Sri Lanka hat eine Vier-Tage-Woche eingeführt, in Pakistan bleiben Schulen bis zum Monatsende geschlossen. In Bangladesch kam es wegen der gestiegenen Benzinpreise zu Ausschreitungen.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.