Besuch bei Modi
Indien und Deutschland stärken wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit - Merz: Freihandelsabkommen mit EU Ende Januar möglich

Deutschland und Indien wollen ihre wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit ausbauen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Indiens Premierminister Modi.
    Bundeskanzler Merz in Indien (picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)
    Indien sei ein Wunschpartner, sagte Bundeskanzler Merz in Ahmedabad bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Modi. In einer zunehmend von Großmachtpolitik geprägten und sich neu ordnenden Welt müssten sich beide Länder gemeinsam wappnen. Insgesamt wurden am Rande der Gespräche zwischen Merz und Modi 27 Absichtserklärungen und Ankündigungen unterzeichnet, vom Abbau Seltener Erden bis zur Anwerbung von Fachkräften im Gesundheitswesen. Merz hält ⁠es für möglich, dass das Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU noch diesen Monat unterzeichnet wird. Der CDU-Politiker erklärte, Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa reisten Ende Januar nach Indien und könnten die Unterschrift gegebenenfalls leisten. Bislang wurde mit einem Abschluss zum Jahresende gerechnet.
    Der SPD-Wirtschaftspolitiker Roloff warnte davor, die steigende Relevanz Indiens zu unterschätzen. Es sei ein bewusstes Signal, dass der Kanzler nicht zuerst nach China gereist sei, sagte er dem Magazin "Politico". Experten erwarten, dass Indien in den kommenden Jahren Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ablöst.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.