
Wie das Unternehmen Skyroot mitteilte, hob die 23 Meter hohe "Vikram 1" kurz nach 12 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Sriharikota ab. Etwa 15 Minuten später erreichte sie ihre Umlaufbahn in 450 Kilometern Höhe. Indiens Premierminister Modi sprach von einem entscheidenden Moment für Indiens Weg in den Weltraum. Die zunehmende Einbindung des Privatsektors eröffne neue Horizonte und beschleunige Innovationen.
Die neue Rakete ist dafür ausgelegt, Satelliten mit einem Gewicht bis zu 350 kg ins All zu bringen. Die indische Weltraumbehörde ISRO strebt an, möglicherweise schon nächstes Jahr selbst Astronauten in den Weltraum zu bringen.
Deutschland hat nach wie vor Schwierigkeiten, in den USA dominieren Private bereits den Markt
Das deutsche Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace kämpft unterdessen weiter mit Schwierigkeiten. Der zweite Testflug seiner Spectrum-Rakete vom norwegischen Weltraumbahnhof Andöya wurde seit Januar mehrfach wegen technischer Probleme und ungünstiger Wetterbedingungen verschoben. Zuletzt sagte Isar Aerospace einen für Mitte Juni geplanten Start wegen Abweichungen in den Flüssigkeitssystemen ab.
In den USA dominiert der private Sektor bereits weitgehend die Raumfahrt. Führend ist hier SpaceX, das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk. Aktuell nutzt es seine wiederverwendbare Rakete Falcon 9. Weitere Start-ups drängen auf den globalen Markt für Kleinsatelliten.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
