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Lateinamerika-Reise
Indigene Aktivistin fordert Baerbock zum Kohleminen-Besuch auf

Die indigene Umweltaktivistin Jakeline Romero hat Bundesaußenministerin Baerbock dazu aufgefordert, sich bei ihrer Reise nach Kolumbien die unmittelbaren Folgen durch den Kohlebergbau anzusehen.

07.06.2023
    Annalena Baerbock, Bundesaussenministerin, aufgenommen im Rahmen einer Rede bei der Veranstaltung "Demokratie und Digitalisierung" der Fundacao Getulio Vargas (FGV) in Sao Paulo.
    Außenministerin Baerbock in Brasilien (picture alliance / photothek / Kira Hofmann)
    Es sei enttäuschend, dass Deutschland selbst aus Umweltschutzgründen aus der Kohleförderung aussteige, aber verstärkt Kohle aus Kolumbien importiere, sagte die Sprecherin der indigenen Frauen-Organisation "Fuerza de Mujeres Wayuu" der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die Auswirkungen der Minen seien verheerend. So habe etwa die Grube "El Cerrejon" in der nordkolumbianischen Provinz La Guajira die Wasserknappheit in der Region weiter verstärkt. Zudem berichtete Romero von systematischer Gewalt gegenüber den indigenen Gemeinschaften.
    Die Kohleimporte aus Kolumbien nach Deutschland haben sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Baerbock ist morgen in der kolumbianischen Stadt Cali zu Gast. Auf ihrer Lateinamerika-Reise wird sie von Arbeitsminister Heil begleitet.
    Diese Nachricht wurde am 07.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.