Nach Zusammenstößen mit der Polizei
Indische Jugendbewegung "Kakerlaken-Volkspartei" plant vorerst keine Demonstrationen mehr

In Indien will die Jugendbewegung "Kakerlaken-Volkspartei" nach Zusammenstößen mit der Polizei vorerst keine Demonstrationszüge mehr unternehmen.

    Abhijeet Dipke, der Gründer der indischen Kakerlaken-Partei telefoniert mit einem Handy.
    Abhijeet Dipke, der Gründer der indischen Kakerlaken-Partei (AP Photo / Manish Swarup / Manish Swarup)
    Der Gründer der Bewegung, Dipke, erklärte, man wolle verhindern, dass wieder junge Leute verletzt würden. Bei Zusammenstößen in der Hauptstadt Neu Delhi waren nach Polizeiangaben fast 180 Menschen verletzt worden, darunter 118 Polizisten. Tausende Anhänger der Bewegung hatten sich am Sonntag zu einem Protestcamp versammelt. Als einige versuchten, einen zuvor verbotenen Marsch zum Parlament in Gang zu bringen, ging die Polizei gegen sie vor.
    Die Jugendbewegung war vor einigen Monaten als Online-Satire ins Leben gerufen worden, nachdem der Vorsitzende Richter am Obersten Gerichtshof arbeitslose junge Menschen als Kakerlaken bezeichnet hatte. Inzwischen gilt sie als ernstzunehmende Herausforderung für die Regierung von Premierminister Modi.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.