Dringlichkeitssitzung
Infantino-Pläne für WM-Investoren: UEFA droht mit Boykott aller FIFA-Turniere

Die Europäische Fußball-Union droht dem Weltverband FIFA wegen dessen Investoren-Plänen für die Weltmeisterschaft mit einem Boykott.

    US-Präsident Donald Trump (Mitte) und FIFA-Präsident Gianni Infantino (links) überreichen Rodri (rechts), dem Kapitän der Spanier, nach dem 1:0-Sieg über Argentinien im New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, den goldenen Siegerpokal.
    Gianni Infantinos WM-Pläne stehen in der Kritik (Archivbild) (picture alliance / Kyodo)
    Nach einer Dringlichkeitssitzung der 55 Nationalverbände hieß es, es würden keine UEFA-Nationalteams an Wettbewerben der FIFA teilnehmen, solange die Vorschläge im Raum stünden. Der Fußball-Weltverband solle die Pläne komplett aufgeben und verbindlich zusichern, die Wettbewerbe nie wieder für private Investoren zu öffnen. Die WM dürfe nicht als Anlageprodukt behandelt werden und stehe nicht zum Verkauf, so die UEFA. Der afrikanische Fußballverband CAF rief seine Mitglieder dagegen auf, die Investorenpläne zu prüfen.
    FIFA-Präsident Infantino will die kommerziellen Rechte an den WM-Turnieren in eine Tochtergesellschaft auslagern und mit der Beteiligung privater Investoren die Einnahmen steigern. Die kommerzielle Seite des Fußballs zu stärken, sei ein logischer nächster Schritt, begründete Infantino seine Pläne. Schließlich kämen bislang zu geringe Tranchen der gestiegenen Einnahmen an der Basis an.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.