Dringlichkeitssitzung
Infantino-Pläne für WM-Investoren: UEFA droht mit Boykott aller FIFA-Turniere

Die Investoren-Pläne von FIFA-Präsident Infantino für Fußball-Weltmeisterschafts-Turniere sorgen bei mehreren Dachverbänden für Widerstand.

    US-Präsident Donald Trump (Mitte) und FIFA-Präsident Gianni Infantino (links) überreichen Rodri (rechts), dem Kapitän der Spanier, nach dem 1:0-Sieg über Argentinien im New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, den goldenen Siegerpokal.
    Gianni Infantinos WM-Pläne stehen in der Kritik (Archivbild) (picture alliance / Kyodo)
    Die Europäische Fußball-Union droht mit einem Boykott. Nach einer Dringlichkeitssitzung hieß es, es würden keine UEFA-Nationalteams an Wettbewerben der FIFA teilnehmen, solange die Vorschläge im Raum stünden. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf lehnt die FIFA-Pläne geschlossen ab, wie der Verband nach einer Sitzung mitteilte. Der afrikanische Fußballverband CAF hatte seine Mitglieder dagegen dazu aufgerufen, die Investorenpläne zu prüfen.
    FIFA-Präsident Infantino will die kommerziellen Rechte an den WM-Turnieren in eine Tochtergesellschaft auslagern und durch private Investoren die Einnahmen steigern. Zur Begründung hieß es unter anderem, bislang komme zu wenig von gestiegenen Einnahmen an der Basis an.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.