Iran-Krieg
Influencer in Dubai unter Druck: Medienanwalt spricht von staatlichem "Maulkorb"

Der Kölner Medienanwalt Solmecke hat angesichts des Iran-Kriegs auf den Druck hingewiesen, unter dem ausländische Influencer, darunter viele Deutsche in Dubai stehen.

    Skyline von Dubai
    Viele ausländische Influencer in Dubai stehen unter Druck (Archivbild). (picture alliance / dpa / AP / Kamran Jebreili)
    Bei Kritik am Staat oder Verstößen gegen die Moral, greife das Strafrecht, sagte er dem WDR. Wer in Dubai als Influencer arbeite, brauche eine staatliche Lizenz. Wer diese beantrage, unterwerfe sich strengen Mediengesetzen. Nach deutschem Verständnis sei das ein "klarer Maulkorb". Wer es gewohnt sei, kritische Kommentare abzugeben, müsse sich in Dubai extrem zusammenreißen. Der Anwalt führte aus, es sei nicht so, dass Influencer einen Vertrag unterschrieben hätten, in dem stehe, dass man jeden Tag drei lobende Posts über das Land absetzen müsse. Es sei vielmehr eine Art unausgesprochener Vertrag, der perfekt als Image-Maschine funktioniere. Auch ARD-Korrespondentin Anna Osius wies darauf hin. Viele Golfstaaten versuchten, mit Hilfe von Influencern und anderen ihr weltweites Image aufzupolieren. Dubai lockt als Luxus- und Steuer-Oase seit Jahren Fernseh-Stars und Online-Persönlichkeiten aus aller Welt an.
    Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.