"Wenig zielführend"
Innenminister Dobrindt bezweifelt Umsetzbarkeit eines Social-Media-Verbots für Kinder

Bundesinnenminister Dobrindt hat Zweifel an einem Social-Media-Verbot für Kinder geäußert.

    Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, während eines Statements
    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) (picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)
    Dieses sei schwer durchsetzbar und daher wenig zielführend, sagte der CSU-Politiker der Funke Mediengruppe. Die Grundsatzentscheidung, ab wann ein Kind ein Smartphone erhalte, treffe nicht der Staat, sondern liege in den Händen der Eltern. Innerhalb der Familie brauche es eine konsequente Begleitung und Kontrolle, um Risiken sozialer Netzwerke zu begegnen.
    Unter anderem Bundeskanzler Merz und Bundesfamilienminister Prien hatten sich für ein Social-Media-Verbot für Minderjährige ausgesprochen. Auch der Deutsche Ärztetag plädierte für die Maßnahme. Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einem europäischen Vorschlag für ein entsprechendes Gesetz.
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.