Bundesländer
Innenminister fordern Vorbereitungen auf "Worst-Case-Szenarios": mögliche AfD-Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt

Angesichts einer möglichen Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt hat es in mehreren Bundesländern besorgte Reaktionen gegeben.

    Roman Poseck (CDU), Innenminister von Hessen, in einer Polizeidienststelle
    Roman Poseck, CDU, Innenminister von Hessen. (Arne Dedert / dpa / Arne Dedert)
    Hessens Innenminister Poseck forderte Vorbereitungen für den Eintritt eines - Zitat - "Worst-Case-Szenarios". Der CDU-Politiker sagte dem Handelsblatt, gemeinsam mit der übergroßen Mehrheit der Länder und den Sicherheitsbehörden, die der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet seien, werde man die notwendigen Antworten zum Schutz von Demokratie und Sicherheit geben. Die Abläufe in der Innenministerkonferenz sollten angepasst werden. Auch Brandenburgs Innenminister Redmann, ebenfalls CDU, warnte, wenn eine in Teilen rechtsextreme Partei Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen habe, gefährde das die Sicherheit aller. Thüringens Innenminister Maier, SPD, will das Thema bei der Innenministerkonferenz Mitte Juni auf die Tagesordnung setzen.
    Die AfD Sachsen-Anhalt steht derzeit in Umfragen bei 41 Prozent. Spitzenkandidat Siegmund kündigte zuletzt an, im Fall einer Regierungsübernahme zahlreiche Beamtenstellen neuzubesetzen.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.