Konferenz in Hamburg
Innenminister wollen Zivilschutz bis 2029 stärken – Reaktion auf russische Bedrohung

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich auf Maßnahmen zum besseren Schutz der Zivilbevölkerung verständigt.

    Innenminister Dobrindt und die Koordinatorin des Zivilschutzes in Deutschland, Grit Tüngler, bei der Präsentation des Notfallrucksacks
    Innenminister Dobrindt und die Koordinatorin des Zivilschutzes in Deutschland, Grit Tüngler, präsentieren den Notfallrucksack. (picture alliance / ABBfoto / CNTV)
    Das geht aus einem Beschluss zum Ende der Innenministerkonferenz in Hamburg hervor. Bis 2029 sollen eine widerstandsfähige IT-Infrastruktur, abgesicherte Kommunikationswege und eine bessere Selbstschutzkompetenz der Bevölkerung geschaffen werden – durch Übungen, Kurse und Unterricht an Schulen.
    Bundesinnenminister Dobrindt soll außerdem ein Schutzraumkonzept vorlegen.
    Der Hamburger Innensenator Grote sagte als Konferenzvorsitzender, Deutschland sei ein Hauptziel russischer Destabilisierung. Niedersachsens Innenministerin Behrens mahnte mehr Tempo an: Beschlüsse allein würden Putin nicht aufhalten, sagte sie.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius erinnerte an die 80er und frühen 90er Jahre: Übungen und gemeinsame Krisenplanung zwischen Militär und zivilen Stellen müssten jetzt wieder Standard werden.
    Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.