
Geschworene in Los Angeles kamen zu dem Schluss, dass die Plattformen fahrlässig handelten und Nutzer ungenügend über Risiken informierten. Sie sprachen einer 20-jährigen Klägerin drei Millionen Dollar zu. Hinzu kommt zusätzlich eine Strafzahlung in selbiger Höhe. Alphabet und Meta kündigten Berufung an. Die ebenfalls verklagten Konkurrenten Snapchat und Tiktok entgingen dem Prozess durch einen Vergleich.
Die Klägerin hatte argumentiert, die Plattformen hätten ihre Dienste absichtlich so gestaltet, dass Nutzer süchtig danach würden. Dabei geht es etwa um Funktionen, die einem immer wieder neue Beiträge anzeigen. Sie führte Depressionen und Angstzustände darauf zurück. Der Ausgang des Verfahrens könnte wegweisende Wirkung für hunderte weitere Klagen ähnlicher Art haben.
Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
