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Intendant trifft auf Campus-RedaktionZukunft der Medien

Diskussion beim 5. Kölner Forum für Journalismuskritik. (David Ertl)
Bertan Sivirkaya, Chefredakteur Köln Campus (links), im Gespräch mit Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue und Niklas Potthoff, Volontär bei Deutschlandradio (David Ertl)

Beim 5. Kölner Forum für Journalismuskritik haben Studierende des Radiosenders "Köln Campus" mit Stefan Raue, Intendant des Deutschlandradios, über die Zukunft der Medien diskutiert.

Das Radio sei schon häufig totgeredet worden, sagte Raue. Man habe aber immer noch ganz stabile Nutzungszahlen"des traditionellen Dampfradios". Was allerdings in Unruhe versetze, sei die fundamentale Änderung des Nutzungsverhaltens bei Unter-35-Jährigen. Die Nutzung digitaler Angebote wachse hier exponentiell, "und ich kenne niemanden, der da schon das Rezept hat".

Die Diskussion können Sie hier im Ganzen hören: Zukunft der Medien - Intendant trifft auf Campus-Redaktion

Marie Valitutto von "Köln Campus" sagte über die Arbeit ihrer Onlineredaktion, Radio lasse sich nicht einfach in die Online-Welt transferieren. Das Smartphone sei zum Begleitmedium geworden. Kurze und knackige Inhalte funktionierten gut, damit könne man die Menschen abholen.

Ein weiterer zentraler Punkt war die Frage nach Diversität in den Medien. Valitutto kritiserte, dass deutsche Medien – anders als etwa die britische BBC – keine konkreten Zahlen veröffentlichten, wie sie ihre Redaktionen vielfältiger machen wollten – etwa durch eine feste Quote von Frauen vor und hinter der Kamera.

Diversität: "Menschen mit anderen Lebenserfahrungen gewinnen"

Raue erwiderte, er sei kein Freund von Planzahlen. Allerdings bemühe man sich sehr wohl, freiwerdende Führungsstellen mit Frauen zu besetzen. Generell betrachte man Diskussionen zu sehr aus der bildungbürgerlichen Perspektive. Ziel sei es, Menschen zu gewinnen, die andere Lebensentwürfe und –erfahrungen haben. Allerdings würden bestimmte Gruppen, wie etwa Migrantinnen und Migranten, sich in deutlich geringerem Verhältnis auf ausgeschriebene Stellen und um Ausbildungsmöglichkeiten bewerben. Das habe vielleicht auch mit dem eigenen Image und Auftreten zu tun, ergänzte Raue.

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