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Champions League
Inter-Mailand-Stürmer Lukaku nach Finale rassistisch beleidigt

Der Stürmer von Inter Mailand, Romelu Lukaku, ist nach dem verlorenen Champions-League-Finale in Online-Netzwerken rassistisch beleidigt worden. In der abgelaufenen Saison hatte es bereits rassistische Vorfälle im italienischen Pokal gegeben.

    Romelu Lukaku steht enttäuscht auf dem Fußballplatz.
    Romelu Lukaku ist erneut Opfer rassistischer Beleidigungen geworden. (AP / Antonio Calanni)
    Der Belgier hatte beim 0:1 gegen Manchester City in der Schlussphase mehrere Chancen vergeben. Insbesondere in Kommentaren unter seinen persönlichen Profilen wurden etliche rassistische Äußerungen getätigt. Zahlreiche weitere Beiträge verurteilten diese Kommentare.

    Regelmäßig rassistische Vorfälle im italienischen Fußball

    Im April war Lukaku bereits während des Hinspiels im Halbfinale des italienischen Pokals von Anhängern des gegnerischen Vereins Juventus Turin im Stadion beleidigt worden. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtete, hatte die Turiner Staatsanwaltschaft anschließend Ermittlungen gegen rund 170 Personen aufgenommen. Im Zusammenhang mit Fußballspielen italienischer Mannschaften kommt es immer wieder zu rassistischen Vorfällen. Erst im Januar war beispielsweise der französische Spieler Samuel Umtiti von Anhängern der Mannschaft Lazio Rom beleidigt worden. Der Fußballliga Serie A wird seit Langem eine fehlende Reaktion auf diese Fälle vorgeworfen.