Ukraine-Krieg
Internationale Energieagentur erwartet wegen Schäden durch ukrainische Angriffe geringere Ölförderung in Russland

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere neue Angriffe auf Ölanlagen in Russland ausgeführt.

    Das Bild zeigt dichten Rauch über einer russischen Ölraffinerie südöstlich von Moskau. Im Vordergrund ist eine Autobahn zu erkennen, auf der ein weißer Transporter fährt.
    Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen (Anadolu Agency/IMAGO/Sefa Karacan)
    Bereits in der Nacht war mit Drohnen auf Förderanlagen und Raffinerien gezielt worden, wie die Führung in Kiew mitteilte. Außerdem hat die Ukraine nach eigenen Angaben mehr als 20 russische Öltanker im Asowschen Meer mit Drohnen attackiert. Man habe neben den Tankern auch vier Schlepper, zwei Trockenfrachter und einen Schwimmbagger getroffen, erklärte der Generalstab bei Telegram. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft, heißt es.
    Die Internationale Energieagentur rechnet angesichts der zahlreichen ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur mit einem Rückgang der Ölproduktion in Russland um rund drei Prozent in diesem Jahr. Der Agentur zufolge führt der Ausfall großer Raffinerien zudem zu einem akuten Treibstoffmangel in Russland. Die Benzinproduktion fiel nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf rund 65 Prozent des sonst üblichen Verbrauchs.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.