Libyen
Internationale Hilfe für Überschwemmungsgebiete angelaufen

In Libyen suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden der verheerenden Überschwemmungen.

13.09.2023
    Libyen, Darna: Arbeiter begraben die Leichen der Opfer, die bei dem verheerenden Unwetter mit Überschwemmungen ums Leben gekommen sind.
    Unwetter in Libyen (Yousef Murad/AP/dpa)
    Rund 10.000 Menschen gelten nach Angaben des Roten Kreuzes noch als vermisst. Die Zahl der Opfer lässt sich bisher kaum beziffern. Die offiziellen Zahlen schwanken zwischen 2.300 und 5.300 Toten. Der Bereichsleiter Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz, Johnen, mahnte im Deutschlandfunk zur Vorsicht im Umgang mit diesen Zahlen: Viele Gebiete seien noch von der Außenwelt abgeschnitten, und es gebe keine funktionierende Verwaltung. Ungeachtet der instabilen politischen Lage mit zwei konkurrierenden Regierungen im Westen und Osten Libyens sei der Rote Halbmond im ganzen Land tätig. Das Deutsche Rote Kreuz bereite sich darauf vor, die Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Auch die Hilfe der Vereinten Nationen ist angelaufen.
    Insgesamt wurde im Osten Libyens eine Fläche von der Größe Sachsen-Anhalts überschwemmt. Besonders stark betroffen ist die Hafenstadt Darna. In der Nähe waren nach den schweren Unwettern am Wochenende zwei Dämme gebrochen, ganze Stadtteile wurden ins Meer gerissen.
    Fragen und Antworten zur Katastrophe in Libyen.
    Diese Nachricht wurde am 13.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.