
Mit dem Italiener ehre man eine Persönlichkeit, die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet habe, begründete das Karlspreis-Direktorium seine Entscheidung. Es hob unter anderem den 2024 von Draghi veröffentlichten und nach ihm benannten Report zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit hervor. Draghi hatte darin gemahnt, dass die Europäische Union dringend innovativer werden müsse.
Der 78-Jährige war von 2011 bis 2019 EZB-Präsident. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Euro- und Staatsschuldenkrise. Draghi war außerdem in den Jahren 2021 und '22 italienischer Regierungschef.
Mit dem Karlspreis werden seit 1950 Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich um Europa verdient gemacht haben. Im vergangenen Jahr war die Auszeichnung an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gegangen. Der Preis wird traditionell am Himmelfahrtstag verliehen, dieses Jahr am 14. Mai.
Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



