Charta
Internationales Olympisches Komitee bekräftigt Neutralitätsanspruch

Das Internationale Olympische Komitee hat seinen Neutralitätsanspruch bekräftigt. Auf der Vollversammlung in Lausanne in der Schweiz wurde die Charta geändert. Darin heißt es nun, das IOC wolle die Unabhängigkeit des olympischen Sports "zu allen Zeiten frei von staatlichem, kulturellem, gesellschaftlichem oder wirtschaftlichem Druck" gewährleisten. Dadurch könnte eine Wiedereingliederung Russlands näher kommen.

     IOC-Präsidentin Kirsty Coventry steht an einem Rednerpult.
    OC-Präsidentin Kirsty Coventry will sich für die "Autonomie des Sports" einsetzen. (Archivbild) (AFP / FABRICE COFFRINI)
    IOC-Präsidentin Coventry hatte bei ihrer Amtseinführung im vergangenen Jahr die Autonomie des Sports als eines ihrer Hauptziele formuliert. Bislang äußerte sie sich zurückhaltend zu einer Wiedereingliederung Russlands, unter anderem wegen Bedenken hinsichtlich des Kampfes gegen Doping. Russische Nachwuchssportler sowie Athleten aus Belarus dürfen mittlerweile aber wieder regulär teilnehmen. Mehrere Sportverbände ließen Russland bereits zu, trotz Kritik zahlreicher Nationalverbände, Sportler und Funktionäre.
    Das IOC hatte Russland wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine suspendiert. Seitdem dürfen nur einzelne Sportlerinnen und Sportler unter gewissen Bedingungen und unter neutraler Flagge antreten, so auch zuletzt bei den Winterspielen in Norditalien.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.