Polizeibehörde
Interpol-Schlag gegen Menschenhandel: Mehr als 1.000 Festnahmen in vielen Ländern

Bei koordinierten Polizeiaktionen in zahlreichen Ländern gegen den Menschenhandel sind mehr als 1.000 Verdächtige festgenommen worden.

    Frankreich, Lyon: Ein Interpol-Mitarbeiter steht im Hauptsitz in Lyon.
    Interpol koordinierte Schlag gegen Menschenhandel (Archivbild). (Rachel Sommer/dpa)
    Diese Zahl nannte die internationale Polizeibehörde Interpol im französischen Lyon, die die Maßnahmen koordinierte. Einbezogen waren 59 Staaten, darunter Deutschland. Polizei, Behörden und spezialisierte Einheiten führten Kontrollen an Grenzübergängen, Flughäfen und anderen Verkehrsknotenpunkten durch. Es wurden rund 2.000 Opfer identifiziert, die Mehrheit davon aus Südamerika sowie aus der Republik Moldau und aus Nepal. Viele von ihnen seien unter Vortäuschung regulärer Jobangebote ins Land geholt worden und dann zur Arbeit, zur Rekrutierung in bewaffneten Konflikten oder zur Prostitution gezwungen worden, teilte Interpol mit.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.