Zu wenige Impfungen
Inzwischen mehr als 500 Kinder in Bagladesch nach Masern-Infektion gestorben

In Bangladesch sind wegen des Ausbruchs der Masern inzwischen mehr als 500 Kinder an den Folgen ihrer Infektionen gestorben.

    In einem Krankenhauszimmer sitzen mehrere Frauen an den Betten ihrer Kinder, die ärztlich versorgt werden.
    Ein Krankenhaus in der Hauptstadt Dhaka - inzwischen sind mehr als 500 Kinder in Bangladesch an Masern-Infektionen gestorben. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Abdul Goni)
    Das teilte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Dhaka mit. Die Krankenhäuser seien inzwischen überlastet, auf den Intensivstationen seien keine freien Betten mehr verfügbar. Die Masern waren Mitte März in Bangladesch ausgebrochen. Seitdem läuft eine landesweite Impfkampagne. Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef berichtet, mittlerweile seien rund 18 Millionen Kinder in dem Land geimpft worden. Das Hilfswerk führt den jüngsten Ausbruch der Masern auf die Unruhen in Bangladesch vor zwei Jahren zurück. Nach dem Sturz der autokratischen Regierung seien im politischen Chaos Masernimpfungen vernachlässigt worden.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.