Proteste im Iran
Inzwischen mindestens 19 Tote - Regime kündigt Finanzhilfen an

Bei den Protesten im Iran sind nach übereinstimmenden Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 19 Demonstranten getötet worden.

    Das Foto zeigt eine Menschenmemge bei einem Protestmarsch auf einer großen Straße.
    Anhaltende Proteste im Iran wegen Wirtschaftkrise - hier in Teheran. (AFP / HANDOUT)
    Die Organisationen Iran Human Rights mit Sitz in Oslo und das Netzwerk HRANA aus den USA melden zudem, es seien hunderte Menschen verletzt oder festgenommen worden. Laut dem Bericht von HRANA fanden in den vergangenen acht Tagen Protestaktionen in fast 80 Städten und den meisten der 31 Provinzen des Landes statt. Auslöser war zunächst die anhaltende Wirtschaftskrise, verbunden mit einem massiven Verfall der Währung Rial und einer hohen Inflation. Auf den Kundgebungen wurde später aber auch deutliche Kritik am iranischen Regime laut.
    Die Regierung kündigte inzwischen eine befristete Finanzhilfe für die Bevölkerung an. Demnach soll jeder Bürger insgesamt vier Mal eine monatliche Unterstützung von jeweils umgerechnet sechs Euro erhalten. Der Mindestlohn beträgt im Iran etwa 85 Euro pro Monat, der Durchschnittsverdienst etwa das Doppelte.
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.