Archiv

Olympische Sommerspiele
IOC gibt Starterlaubnis für die ersten 25 russischen und belarussische Athleten unter Auflagen

Die ersten 25 Sportler aus Russland und Belarus haben von der Prüfkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne die Starterlaubnis für die Sommerspiele in Paris erhalten. Das geht aus einer Liste hervor, die das IOC veröffentlichte.

    Die olympischen Ringe sind auf dem Eiffelturm in Paris zu sehen.
    Die olympischen Ringe sind auf dem Eiffelturm in Paris zu sehen. (dpa / AP / Thomas Padilla)
    Die unter neutraler Flagge zugelassenen Athletinnen und Athleten kommen demnach aus den Sportarten Ringen, Gewichtheben, Straßenradsport und Trampolin-Turnen. Keine Freigabe für die Sommerspiele erteilte das dreiköpfige Prüfgremium den qualifizierten Taekwondo-Kämpfern aus Russland und Belarus. 
    Der Mitteilung zufolge hatten vier Russen und ein Belarusse die sportliche Startberechtigung für die Taekwondo-Wettbewerbe erworben. Nach der IOC-Prüfung erfüllte aber keiner von ihnen die im vergangenen Dezember festgelegten Auflagen für die Sportler beider Länder. 

    Start nur unter neutraler Flagge

    Wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der von Belarus unterstützt wird, hatte es lange Debatten um die Olympia-Teilnahme der Athleten aus diesen Nationen gegeben. Für eine Zulassung dürfen die Athleten keine Verbindung zur Armee und den Sicherheitsorganen haben und nicht aktiv ihre Unterstützung für den Krieg in der Ukraine gezeigt haben. Zudem müssen die Anti-Doping-Richtlinien erfüllt sein. Als zusätzliche Auflage fordert das IOC von allen Athleten ein schriftliches Bekenntnis zur Olympischen Charta und damit auch zur "Friedensmission der olympischen Bewegung".
    Russen und Belarussen dürfen nur unter neutraler Flagge in Paris starten. Ihre Nationalhymne wird nicht gespielt, nationale Symbole und Fahnen sind für sie ebenso untersagt. Mannschaften bleiben komplett ausgesperrt.
    Insgesamt erwartete das IOC zuletzt die Zulassung von rund 50 Russen sowie 28 Belarussen für Paris. Damit wären deutlich weniger Sportler aus beiden Ländern dabei als zuletzt bei Sommerspielen. Sollten bei Qualifikationswettbewerben durch Russen oder Belarussen erworbene Startplätze wegen eines Teilnahmeverbots frei bleiben, werden diese an andere Nationen verteilt.
    Diese Nachricht wurde am 16.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.